Was ist eine Postexpositionsprophylaxe (kurz: PEP)?

Eine PEP ist in diesem Fall der Versuch, nach dem Kontakt (z.B. durch Stichverletzung) mit Viren (Hepatitis B und C, HIV) eine mögliche Ansteckung zu verhindern. Sie basiert bisher auf einer pharmakologisch - biochemisch - mikrobiologischen Annahme, die von den entsprechenden Fachgesellschaften durch Hinweise gestützt wird.. Es gibt keine Gewähr dafür, dass eine Ansteckung tatsächlich verhindert werden kann. Studien zu diesem Thema laufen derzeit weltweit. Bis jetzt sind lediglich Hinweise vorhanden, dass zum Beispiel im Falle des HIVirus eine PEP das Risiko einer Infektion des Betroffenen vermindert. In den nächsten Jahren sind erste Daten zu erwarten. Es bestehen unterschiedliche Risiken bei den verschiedenen Verletzungen bzw. Kontaminationen.

Vor einer PEP steht immer noch die Prävention von derartigen Unfällen, denn auch hier gilt der alte Satz: Vorbeugen ist besser als heilen. Der Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, Informationen und Material (z.B. Handschuhe) zur Verfügung zu stellen und seine Mitarbeiter anzuweisen, verantwortungsbewußt und sicher zu arbeiten. Jeder einzelne Mitarbeiter sollte im Sinne seiner eigenen Gesundheit dann auch darauf achten und sich daran halten.

 

Pro und Contra

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An wen kann ich mich wenden?
Ob nach einer Verletzung eine PEP durchgeführt werden muss, wird nach individueller Abwägung entschieden. Wir empfehlen, diese Entscheidung mit einem Spezialisten zusammen zu treffen.

     hand01_next.gif Spezialisten gibt es im gesamten Bundesgebiet.

In vielen Fällen sind es Infektiologen, Tropenmediziner oder Virologen / Mikrobiologen, die an den einzelnen Kliniken diese Aufgabe übernehmen. Der Arbeitgeber ist dafür zuständig, dass alle Mitarbeiter darüber informiert sind, wer im Falle eines Falles kontaktiert werden kann.

 

HINWEIS: Diese Seite befasst sich nur mit der PEP im Falle einer BERUFLICHEN Exposition.

 

© Maren Oldörp, 08/2005